Hallo,
ich weiß, hab schon einige Zeit nichts mehr von mir hören lassen. Liegt leider daran, dass ich mich immer noch von Hausarbeit zu Hausarbeit bewege :(. Aber manchmal braucht man auch eine Pause vom Lernen! Deshalb bin ich letztes Wochenende mal weg vom Schreibtisch, der Bibliothek und noch viel wichtiger, weg von meinem Laptop und bin auf eine einsame Insel zum entspannen gefahren...
Nein, so einsam ist Phillip Island nicht, aber man hat auf jeden Fall das Gefühl, mitten auf dem Land zu sein - heißt, nicht in Melbourne (alles außerhalb von Melbourne kann man in Victoria ruhig als "Country" bezeichnen, die anderen "Städte" sind wahrscheinlich nicht größer als Osterholz-Scharmbeck).
Phillip Island befindet sich ca. 2 Stunden von dort wo ich wohne entfernt, also schon ziemlich nahe dran, wie ihr auf der Karte sehen könnt:
Ich wohne übrigens in Dandenong North, also schon eher am Stadtrand, sieht man auch auf der Karte :). Alles, was der Bus machen muss, ist der schönen gelben Linie bis nach Sunderland Bay zu folgen und dann über die Brücke, und dann ist man auch schon da!Natürlich sind wir nicht nur nach Phillip Island gefahren, um den tristen Vororten zu entfliehen und am Strand zu liegen, nein, den Großteil des Wochenendes haben wir mit meiner neuen Lieblingssportart verbracht: Surfen!!! Ja, ich habe gelernt, wie man surft! Oder wie man es machen sollte ;). Leider habe ich noch keine Fotos davon, weil wir unsere Kameras nicht mit zum Strand nehmen sollten, aber ich hoffe, dass ich noch bald unser Gruppenfoto (wahrscheinlich auf facebook) finde.
Surfen ist im Grunde genommen gar nicht so schwer, wie es aussieht. Wenn man sich erst einmal auf dem Surfboard befindet und von einer tollen Welle mitgerissen wird, ist das draufbleiben oder versuchen, drauf zu stehen, nicht so schwer. Aber bis man da erst mal hinkommt... Erst einmal muss man sein Surfboard gegen die Flut möglichst weit vom Strand wegschleppen. Das ist ziemlich anstrengend, weil ständig Wellen kommen, die einen wieder ein Stückchen Richtung Strand schwemmen und weil es auch noch die tückische Strömung gibt, die versucht einen von dem markierten sicheren Bereich weg in Richtung Riffs zu schwemmen. Wenn man weit genug draußen ist, muss man natürlich noch "die perfekte Welle" finden - wie die aussieht, habe ich immer noch nicht ganz verstanden, meistens stellt man fest, dass die Welle "schlecht" war, wenn sie einem gerade mal fünf Meter weit trägt :(. Mein Trick war später, darauf zu achten, wann die anderen ihr Surfboard Richtung Strand drehen, dann schnell auf das Surfboard legen und anfangen zu paddeln. Man muss dann schon ziemlich schnell sein, man will ja nicht, dass einen die Welle erwischt, bevor man sich in Position gebracht hat und vernünftig festhält, sonst war die ganze Mühe umsonst. Wenn man das dann aber geschafft hat und von der Welle mitgerissen wird, ist das schon ein ziemlich tolles Gefühl; man bewegt sich mit hoher Geschwindigkeit auf den Strand zu, ohne dass man irgendwas machen muss und hat genug Zeit, zu versuchen, aufzustehen und die Balance zu halten. Habe ich sogar ein paar Mal geschafft!
Man merkt gar nicht, wie die Zeit vergeht, auf einmal war man drei bis vier Stunden im Wasser und erst wenn man rauskommt, werkt man, wie erschöpft man vom ganzen gegen die Wellen ankämpfen ist. Habe heute sogar immer noch ein wenig Muskelkater...
Hier sieht man übrigens ein paar Surfer im Meer (ich bin leider nicht dabei!):
Diese niedlichen Wallabies (kleine känguruhähnliche Tiere) wohnen hinter unserer Jugendherberge, auf dem ersten Bild hat es sich gut versteckt - wer findet es?
Als Besucher kann man abends beobachten, wie sie vom Meer zum Strand watscheln, ein unglaubliches Schauspiel. Wie Surfer werden sie einfach von den Wellen angeschwemmt, dann warten sie aufeinander und watscheln dann in großen Gruppen zum Strand, wo sich ihre kleinen Höhlen befinden.
Nach so einem langen Samstag gab es natürlich auch Zeit zum entspannen, und zwar am Lagerfeuer (leider ohne Stockbrot^^, dafür mit Bier). Die Jungs haben natürlich nicht auf uns Mädels gehört (weil sie auch soviel schlauer sind und alles besser wissen) und haben es am Ende fast geschafft, das Feuer zu ersticken, weil sie immer mehr Holz drauf geworfen haben.Das war's also von meinem aufregenden Wochenende, hat ziemlich viel Spaß gemacht! Jetzt ist es aber mit der Entspannung vorbei, denn ich muss mit meiner nächsten Hausarbeit anfangen :(.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen