Mittwoch, 25. November 2009

Bendigo

Ja, es stimmt... ich komme auch ab und zu mal aus Melbourne raus! In einer ziemlichen Spontanaktion haben meine Freundin Sunny und ich es gestern gewagt, einen Trip aufs Land zu machen. Wenn man hier vom "Country" redet dann it das auch wirklich "Land", nichts von wegen Dörfer, die nur 5km voneinander entfernt liegen, sondern große weite Flächen wo es nichts gibt:


Natürlich ist das nicht so spannend, also haben wir uns doch entschieden, eine kleinere Stadt (=Größe von OHZ, sicherlich die größte Stadt in einem Umkreis von 100km im Norden von Victoria) zu besuchen, und zwar Bendigo. Nach zwei Stunden Zugfahrt durch schöne trockene Graslandschaften und vereinzelte Orte mit lustigen Namen wie



waren wir dann auch endlich da:


Bendigo ist (füer australische Verhältnisse) eine ziemlich alte Stadt und hatte ihre Blütezeit während des Goldrausches im 19. Jahrhunderts, als in der Nähe das siebtgrößte Goldvorkommen der Welt entdeckt wurden. Viele Häuser sind noch im klassischen viktorianischen Stil gehalten, nur leider hat der schöne Kanal, der durch die Stadt fließen sollte, Dank der Dürre kaum noch Wasser.


Die Stadt war echt schön, und bevor wir mit dem Sightseeing anfingen, mussten wir erst mal ein bisschen durch die Geschäfte bummeln, Kaffee trinken und die nette (und vor allem ruhige) Atmosphäre geniessen :). Anschließend konnte ich es mir natürlich als vorbildliche Kunststudentin nicht nehmen dem örtlichen Kunstmuseum einen Besuch abzustatten, welches ziemlich schön und für so eine kleine Stadt doch überraschend gut ausgestattet war :). Will euch aber jetzt nicht damit langweilen, welche Künstler dort was ausgestellt haben ;).
Anschließend kamen wir auf die Idee, dass wenn wir schon einmal so weit gekommen sind, dann könnten wir doch glatt noch mal einen kurzen Abstecher nach...


... China machen :). Nein, wir waren natürlich nicht wirklich in China, sondern im Chinesischen Museum. Dank des Goldrausches kamen vor über hundert Jahren ziemlich viele chinesische Immigranten nach Bendigo, in der Hoffnung zu Reichtum zu kommen. Überreste der Kultur findet man immer noch in dem Ort, u.A. gibt es einen kleinen Tempel und jedes Jahr zu Ostern eine große Prossession mit Suo Loong, dem längsten kaiserlichen Drachen der Welt (=ca. 100m lang!).
Leider haben wir es nicht mehr geschafft, die Goldminen zu besuchen, weil wir ja noch den Zug nach Melbourne erwischen wollten, aber zum Glück reichte die Zeit noch für einen Besuch hier:



Hätten wir geahnt, dass der Zug eine halbe Stunde Verspätung hat (ja, die Züge sind hier nicht zuverlässiger als in Deutschland, aber dafür wenigstens günstiger :)), hätten wir die Stadt auch noch ein bisschen länger genießen können, aber auch so war es ein netter Tag :).




Montag, 23. November 2009

Things to love and hate about Australia

Ja, ich habe es im Moment irgendwie mit Listen anstelle mit zusammenhaengenden Texten ;). Aber so bekommt ihr auch mal einen Ueberblick davon, was man alles an Australien lieben kann und bei welchen Dingen man denkt, dass man doch lieber in Deutschland waere.

Dinge in Australien, die man einfach lieben muss:

1) Alles ist hier so multikulturell und man lernt jede Menge interessante Leute, und noch viel wichtiger ;), mega viele leckere international Gerichte kennen. Culture pur!

2) Oeffentliche Verkehrsmittel sind ganz in Ordnung, man kommt fast ueberall auch ohne Auto hin, und das sogar zu vernuenftigen Preisen.

3) Viele suesse Tiere wie Koalas, die man nicht nur im Wildpark und Zoo, sondern auch mit viel Glueck in freie Wildnis sehen kann.

4) Die Straende und das Meer sind einfach toll, kein Vergleich zur Nordsee!

5) Man kann hier sogar Fernsehen gucken, ohne sich staendig ueber schlechte Realityshows aufzuregen. Dazu spaeter mehr!

6) Tolle Landschaft, selbst wenn man nur in einem Bundesstaat bleibt

7) Restaurants sind hier wie gesagt so gut (und meistens auch ganz guenstig), dass man nur im Notfall zu Subway geht.

8) Dank des Klimas hier kann man auch Zitronenbaeume im Garten haben

9) Sportliebhaber kommen hier auf ihre Kosten, man braucht kein PayTV um sich sein Footballspiel anzusehen... ansonsten kann man auch fuer schlappe 13$ ins Stadion gehen, das soagr dirket neben dem Bahnhof steht, dass heisst man muss nicht einmal eine vollkommen ueberfuellte Strassenbahn mit betrunkenen Fans dorthin nehmen

10) Es gibt einen Fernsehsender, der Filme in Originalsprache mit englischen Untertiteln zeigt. Es lebe Kommissar Rex! Wenn auch die Faelle eher einfallslos sind, komme ich so wenigstens einmal die Woche mit der deutschen Sprache in Kontakt :).

11) Im Kino gibts nur salzige Popcorn - Gewohnungssache, aber so hat man wenigsten nach einem Kinobesuch nicht den Drang, sich stundenlang die Zaehne putzen zu muessen

12) Wer kalten Winter hasst ist hier richtig: Selbst im Juni kann man angenehme 8-10 Grad erwarten. Im Hochsommer wird's aber meiner Meinung nach ein bisschen zu heiss...

13) Europa finden alle hier megainteressant. Man kann also immer gleich sich gut mit Menschen unterhalten, wenn sie wissen, dass man von dort kommt.

Dinge, auf die ich auch in Australien verzichten koennte:

1) Wassermangel -wer gerne jeden Tag ohne schlechtes Gewissen duscht, sollte lieber zu Hause bleiben. Wasser sparen ist angesagt!

2) Buschfeuer - wenn man mal sich die Ueberreste von Maryville am Rand von Melbourne nach den Black Saturday Feuern im letzten Februar anschaut, dann ist man froh, dass man zum Glueck nicht im aussersten Vorort wohnt...

3) Zum Einkaufen geht man hier ins naechste Shoppingcentre, nichts von wegen spontan aufs Fahrrad schwingen und zum naechsten Aldi fahren... Man muss schon den Bus nehmen. Und am Wochenende sollte man diesen Ort auch ganz vermeiden, da das Shoppingcentre natuerlich der perfekte Ort fuer einen Familienausflug ist... also voll mit schreienden/quaengelnden Kindern

4) Schuluniformen - wenn ich hier unterrichten wuerde, wuerde ich mir die Namen der Kinder nie merken koennen, weil alle das gleiche tragen

5) Debatten im Parliament - Disziplin ist dort ein Fremdwort. Politiker lassen sich generell nicht ausreden, Buhrufe kommen auch oefters vor - kein Wunder, dass es sogar extra eine Person (den "Mr Speaker") dafuer gibt, der immer fuer Ruhe sorgt. Und die Opposition findet generell alles schlecht, selbst wenn sie es selbst nicht anders machen wuerde...

6) Die Asylumseeker-Debatte: Was mir im Moment bei den polischen Debatten am meisten auf den Keks geht, ist die Paranoia vor Asylbewerbern... Obwohl die jetzige Regierung wenigstens die meisten Detention Centers abgeschafft hat (die nicht besser waren als Gefaengnisse, in denen Asylbewerber ein paar Jahre verbringen konnten bis ihr Antrag auf Asyl endlich bearbeitet wurde), hat sich die generelle Einstellung nicht geaendert, jetzt werden die meisten nach Indonesien abgeschoben, wo sie auch keine bessere Behandlung erwarten koennen... Menschenrechte lassen gruessen.

7) Die soziale Schere zwischen Aborigines und dem Rest: Wenn man sich mal Bilder von Doerfern von Aborigines (politisch korrekt: Indigenious Australians) im Northern Territory ansieht, glaubt man, dass sich die in einem Dritten-Welt-Land befinden... Kein Wunder, dass die Lebenserwartung 17 (!) Jahre geringer ist als bei den uebrigen Einwohnern und die Arbeitslosen-und Gewaltrate (ganz zu schweigen von Alkoholabhaengigkeit, Depressionen, Selbstmord) wesentlich hoeher ist als im Rest von Australien... Hoffentlich passiert da bald mal was ausser leerer Versprechungen der Regierung

8) "Faules Studentenleben" so wie wir es kennen (selbst mit Bachelor/Master) gibt es hier nicht... Die Studiengebueren sind hier so hoch, dass hier niemand auf die Idee kommen wuerde auch nur ein Semester laenger zu studieren. Gute Bildung richtet sich hier nicht unbedingt nach Talent, sondern nach Einkommen. Von zu Hause ausziehen kann also nur der, der es sich leisten kann, selbst wenn man mit der Uni fertig ist, weil man dann ja seinen Studienkredit abbezahlen darf...

9) Mieten sind hier mind. dreimal so hoch wie in Bremen - und ich rede nicht von einer Wohnung in der Innenstadt...

10) Ach ja, und nur ca. 10% koennen meinen Namen einigermassen richtig aussprechen... Meistens werde ich "Boerta" genannt :(

Sonntag, 15. November 2009

Melbourne at night

Staedte bei Nacht haben schon irgendwie was fuer sich, auch wenn Nachtaufnahmen leider nicht die Staerke meiner Kamera ist.

Auf dem Reuckweg von unserer Farewell-Party

Etihad Stadium von oben



Melbourne von oben - von der Aussichtsplatform des Realto-Towers aus

Flinders Street und Yarra River

Donnerstag, 12. November 2009

Kurzer Hinweis

Ja, man kann jetzt endlich auch Kommentare posten wenn man kein Google-Konto hat! Nachdem Svenja (danke!) mich darauf hingewiesen hat, dass das vielleicht an den Einstellungen liegen koennte, habe ich das dann auch mal geaendert. Jetzt kann man einfach als "Anonym" schreiben, nur schreibt bitte euren Namen in den Kommentar, damit ich auch weiss, wer was geschrieben hat.
Was gibt es sonst noch Neues? Ab Montag sind meine Klausurenb vorbei und dann habe ich endlich Ferien! Und mein Neuseelandurlaub ist auch schon gebucht! Juhu!

Mittwoch, 11. November 2009

What can you do on a day with 36 degrees?

1) Krem dich mit viel Sonnenmilch ein

2) Pack die Badehose ein (bzw. in meinem Fall den Bikini ;))

3) Nehme den nächsten Bus zum Strand

4) Treff dich mit Leuten, die eiskalte Dosencola mitbringen

5) Kaufe eine Packung Fish and Chips

6) Esse diese auf einem Klettergerüst auf dem Spielplatz

7) Gehe an die Beach

8) Springe ins kühle Wasser

9) Genieße:




10) Anschliessend kann man immer noch ein leckeres Eis von dem lokalen Eisverkaeufer kaufen, der sogar so nett ist, dass er einen saemtliche Eissorten vorher testen laesst, dass man sich gar nicht fuer eine Sorte entscheiden kann :).

11)Fahr nach Hause und falle ins Bett.

Beweisfotos: Surfcamp

Ja, hat lange gedauert, aber endlich sind sie da: Die Bilder vom Surfen! Besser spät als nie ;).







Hier sieht man uns von oben bei unseren tollen Aufwaeruebungen am Strand!



Hier sieht man uns bei unseren verzweifelten ersten Versuchen - ja, viel mit Surfen ist nicht, eher gegen die Wellen anschwimmen...



Ich glaube, ich bin die kleine Figur neben dem Typen im roten T-Shirt...



Ja, ich sehe ziemlich erschoepft aus auf diesem Bild, aber was will man auch nach ein paar Stunden im Wasser rumplantschen erwarten? Ausserdem kann es in diesen komischen Anzuegen ziemlich warm werden :(.